
Wissen ist die zentrale Ressource des 21. Jahrhunderts.Gesellschaften werden zu Informationsgesellschaften ausgerufen.
Der Einzelne verfügt durch die digitale Vernetzung des Wissens über unendliche Vielfalt, sich zu informieren und zu kommunizieren: Wikis, Moodles, Social Communities, interaktive Lernsoftware, Bildungsserver, E-Learning und
Lernplattformen. Der Schulunterricht, der betriebliche und außerschulische Unterricht passen ihre Didaktik diesen neuen Stilen an.
Doch wozu führt das Ganze? Wird damit eine neue Lern- und Wissensqualität erreicht? Gibt es jenseits modern anmutender, multimedialer, interaktiver Präsentationsformen des Wissens
übergeordnete Qualitätskriterien von Wissen?
Was passiert, wenn die Wissensvermittlung immer weiter kommerzialisiert wird? Ist nichtdas kritische Nachdenken über die Welt gewinnbringender als in den unüberschaubaren Wissensbeständen des Internets zu navigieren?
Während immer mehr Menschen sich über das Internet informieren, erleben wir, wie gleichzeitig im Zuge der Sicherheitsdebatte immer mehr Bürger- und Kommunikationsrechte eingeschränkt
werden. E-Democracy und Partizipation sind dagegen andere Visionen einer
Netzgesellschaft. Wie muss eine Wissenskultur aussehen, damit solche Ideen Wirklichkeit werden?
Welche Kompetenzen werden vom Einzelnen verlangt, damit er auf die neuen Formen der Erzeugung von Wissen und der Wissensaneignung gerüstet ist?