Themenwoche Interreligiöser Dialog

Heute ist Deutschland ein Einwanderungsland. Die Einwanderer bringen ihre Religionen mit. Viele Menschen fühlen sich davon bedroht, haben aber noch nie einen Einwanderer gesehen: Sie haben dennoch Angst um ihr „christliches Abendland“. Heute geht aber, was früher nicht ging: Einfach ins Gespräch kommen.

Zur Reformationszeit vor 500 Jahren haben viele Menschen Angst vor den Muslimen. Die Türkei und das Deutsche Reich sind ständig im Krieg. Die Kirche ist daran nicht unbeteiligt: 1502 gibt es sogar den sog. Türkenablass, um den Krieg gegen die Türken aus kirchlichen Mitteln zu finanzieren. Die Reformatoren  setzen sich für Frieden ein, indem sie z.B. Hasspredigten gegen die Türken verbieten. Dialog funktioniert nicht mit hate speech. Viele Menschen fühlen sich damals auch von den Juden bedroht. Es gibt sie aber nur als kleine Randgruppe in den Großstädten – die meisten Menschen haben noch nie einen Juden gesehen.

Im Internet kommt man heute leicht an Informationen über die anderen Religionen. So kann man viele Gemeinsamkeiten entdecken: Christen, Juden und Muslime glauben an denselben Gott. Sie feiern ihn und beten zu ihm. Sie alle sollen sich für Frieden und Liebe in der Welt einsetzen. Viele Gemeinden und Organisationen laden zu interreligiösen Dialogveranstaltungen ein – ein gemeinsames Frühstück, ein Gesprächskreis, ein Podium oder ein interreligiöses Fest. Das sind gute Gelegenheiten zum Austausch.

Christen glauben, dass jeder Mensch seine persönliche Beziehung zu Gott und damit auch seine eigene Religion hat. Über diesen persönlichen Glauben, die Erlebnisse und Meinungen ins Gespräch zu kommen kann sehr bereichernd sein. Am Ende merkt man: Die anderen sind auch nur Menschen, die versuchen sinnvoll zu leben. Warum aber ist es so schwierig, mit anderen über Religion zu reden? Wie können wir mit anderen Religionen umgehen?

Die Themenwochen der Weltausstellung Reformation in Wittenberg

Die Themenwochen lassen konkret und lebendig werden, was die Ideen der Reformation für heute ausmachen – wie Martin Luther eingeübte Selbstverständlichkeiten hinterfragen und fragen, was wirklich wichtig ist. Die Wochen sollen anregen und Ideen zum Weiterdenken und zum Ausleben mit auf den Weg geben. Sie bieten Zeit und kreative Räume – an dem Ort, an dem vor 500 Jahren die Welt verändert wurde.

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