Themenwoche Menschenrechte

Die Weltausstellung Reformation stellt sich für eine Woche neuen Fragen und Herausforderungen: Über Menschenrechte diskutieren und in Planspielen erleben, was es bedeutet, sie verwehrt zu bekommen.

Micha Kunze ist Poetry-Slammer und hat sich zur Themenwoche der Weltausstelung Reformation ein paar Gedanken zum Thema Menschenrechte gemacht.

Christen glauben, dass jeder Mensch von Gott gleich geschaffen wurde. Aus diesem Grund hat jeder Mensch Würde. Diese Würde kann er nicht verlieren. Und wegen dieser Menschenwürde hat jeder Mensch Grundrechte, die ihm niemand nehmen kann. So gelten sie etwa unabhängig davon, welches Geschlecht ein Mensch hat, wer seine Eltern sind und woher er kommt. Sie gelten unabhängig davon, welche Sprache ein Mensch spricht, was er glaubt und was er politisch meint. Und sie gelten unabhängig davon, ob er behindert ist.

Die Menschenrechte umfassen z. B. das Recht auf körperliche Unversehrtheit, Meinungs- und Presse-freiheit und die Unschuldsvermutung. Sie verbieten Sklaverei und Menschenhandel. Diese und mehr Rechte wurden in der Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen erklärt, sie werden laufend wei-terentwickelt. In den ersten 19 Artikeln des Grundgesetzes sind diese Rechte für uns verankert. Die Menschenrechte dienen dem Ziel, dass sich jeder Mensch frei entfalten kann. Deswegen schützen sie einerseits vor Gewalt und ermöglichen andererseits die Teilhabe an der Gesellschaft und ein Leben in Freiheit.

Leider sind die Menschenrechte aber nicht unumstritten. Gerade die Meinungs- und Pressefreiheit ist in vielen Ländern eingeschränkt – dort sind Journalisten in Haft, weil sie eine „falsche“ Meinung verbreiten. Auch Martin Luther wurde wegen seiner religiösen Ansichten und seiner Schriften verfolgt. Aber auch in unserer Gesellschaft haben viele Menschen das Gefühl, sie dürften ihre Meinung nicht laut sagen. Dabei lebt eine freie Gesellschaft von den Meinungsverschiedenheiten ihrer Mitglieder: Jeder muss seine Meinung haben und vertreten dürfen, und alle müssen darüber streiten können.

Die Themenwochen der Weltausstellung Reforamtion in Wittenberg

Die Themenwochen lassen konkret und lebendig werden, was die Ideen der Reformation für heute ausmachen – wie Martin Luther eingeübte Selbstverständlichkeiten hinterfragen und fragen, was wirklich wichtig ist. Die Wochen sollen anregen und Ideen zum Weiterdenken und zum Ausleben mit auf den Weg geben. Sie bieten Zeit und kreative Räume – an dem Ort, an dem vor 500 Jahren die Welt verändert wurde.

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